Schulen im Kapitalismus dienen den Kapitalist*innen als Werkzeug uns zu unterjochen und zu dienlichen Lohnsklav*innen oder gar gehorsamen Mörder*innen heranzuziehen. Lehrpläne, die dafür sorgen, dass wir uns lediglich mit den Interessen der Herrschenden befassen, machen das möglich. Keine Mitbestimmung und kein Abbild unserer Interessen — stattdessen sollen wir uns in hierarchischen Strukturen unterordnen und lernen schnell, was unsere Position im Kapitalismus ist.
Es reicht nicht, dass wir uns nach der Schule in unseren bezirklichen Basisgruppen versammeln. Als Linksjugend [‘solid] Berlin unterstützen wir die Organisierung und den Widerstand in den Lebensrealitäten von Schüler*innen: Berliner Schulen.
Der LSp*R ist beauftragt, mit weiteren revolutionären Jugendorganisationen in den Austausch zu gehen, die bereits Schularbeit leisten oder planen, und eine gemeinsame Strategie auszuarbeiten, die wir mit unseren Themenschwerpunkten verknüpfen. Ziel der Zusammenarbeit sind gemeinsame Veranstaltungen und Kampagnen, sowie der Aufbau und die Vernetzung linker Schulgruppen, um die Schulen nachhaltig zu politisieren. Angefangen bei den lokalen Missständen, welche Schüler*innen akut betreffen, bis hin zu revolutionären Schulgruppen, welche das Problem des Kapitalismus an der Wurzel packen.
Wir setzen nicht auf reformistische Gremien, die Mitbestimmung vorgaukeln, sondern Vollversammlungen und Streiks! So bilden wir eine Massenbewegung, die
Schüler*innen demokratische und kollektive Macht gibt, welche parallel zur autoritären und herrschenden Macht von Staaten und Regierungen existiert.
Wir werden die Arbeit der »AG Meldestelle Schule«, die Schüler*innen eine Anlaufstelle für ihre schul- und allgemeinpolitischen Probleme bietet, fortführen, indem wir uns eine Übersicht darüber verschaffen, welche Schulen von Genoss*innen besucht werden. Durch sie kann direkter Kontakt zur Schüler*innenschaft hergestellt werden, wodurch wir ihnen einfacher Hilfe zukommen lassen können. Des Weiteren ist im Laufe des Jahres eine Solid Session zum Thema Organisierung an Schulen geplant.
Wir unterstützen das Vorhaben von »Schülis gegen Rechts« eine Schüli-Struktur bei den Aktionen gegen die Gründung der AfD-Jugend in Gießen zu stellen. Gießen ist für uns nicht der Höhepunkt einer Kampagne, sondern Teil der längerfristigen Organisierung an den Schulen.
Um unsere antikapitalistischen Forderungen durchzusetzen, müssen wir einen offenen Diskurs an unseren Schulen starten. Wir erkennen die Repressionen des Staates nicht nur auf der Straße, sondern auch in unseren Klassenzimmern! Wenn wir gezwungen werden, unsere Keffiyeh abzunehmen, da uns sonst Konsequenzen drohen, können wir uns nicht auf Lehrpersonal verlassen. Wir müssen uns und unsere Mitschüler*innen durch unabhängige Antidiskriminierungsstellen schützen.
Wir stellen uns gegen die Verbreitung der »Mythos #Israel 1948« Broschüre an Berliner Schulen, die die Unterdrückung und Vertreibung der Palästinenser*innen leugnet und die genozidale Staatsräson noch mehr in die Schulen tragen soll. Wenn das Schulsystem uns nicht über die kolonialen Verbrechen, die zu diesem Genozid geführt haben, aufklären will, müssen wir es selber tun!
Siehe auch:
https://www.be.linksjugend-solid.de/beschluss/ag-meldestelle-schule/