Weil der Kampf ein gemeinsamer ist!

Die Linksjugend [’solid] Berlin bekennt sich zu einem Feminismus, der den Kampf gegen das Patriarchat als untrennbaren Bestandteil des Kampfes für die Überwindung der Klassengesellschaft begreift. Wir unterstützen und verwenden den Umbrella-Begriff FLINTA* (Frauen, Lesben,inter, nicht-binäre, trans* und agender Personen). Dieser Begriff benennt die Vielfalt der Geschlechtlichkeiten und Körper, die starke patriarchale Unterdrückung erfahren und macht sichtbar, dass diese Unterdrückung entlang der Linien von Geschlecht, Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung unterschiedlich und oft mehrfach wirkt. Er stellt sich explizit gegen eine biologistische und zweigeschlechtliche Ordnung. Wir lehnen alle Versuche ab, die Kämpfe und Erfahrungen verschiedener FLINTA*-Gruppen gegeneinander auszuspielen. Insbesondere weisen wir Narrative, die trans*, inter und/oder nicht-binäre Personen ausschließen oder ihre Erfahrungen relativieren, als das zurück, was sie sind: transphob und antifeministisch. Ein Feminismus, der auf Ausgrenzung basiert, ist kein Feminismus, den wir unterstützen. Wir stellen uns entschieden gegen Bestrebungen, FLINTA*-Räume und -Strukturen in ausschließliche Frauenräume umzuwandeln oder separate Frauenorganisationen zu etablieren. Solche Bestrebungen sind ein regressiver Schritt, der viele inter, nicht-binäre und trans Personen ausschließt und die Kategorie »Frau« essentialisiert. Autonom feministischer Organisierung, die alle widerständigen Geschlechter einschließt, stehen wir hingegen offen gegenüber. Diese Versuche spalten unsere Bewegung entlang transfeindlicher Linien und schwächen unseren gemeinsamen Kampf gegen das Patriarchat. Als revolutionäre Organisation stehen wir zur Solidarität aller widerständigen Geschlechter und lehnen jede Spaltung innerhalb unserer FLINTA*-Strukturen ab.